Öffnungszeiten

24. November 2019
bis 19. April 2020

  • Montag bis Freitag: 9 Uhr bis 17 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 9 Uhr bis 16.00 Uhr (bitte im Café Rathausen melden)

Der Eintritt ist frei und Gratisparkplätze sind vorhanden.

Führungen
Kurator Florian Paul Koenig, Anfragen bitte direkt an fpk@noa.lu

Kunst von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung

Die SSBL hat sich zum Ziel gesetzt, in den Kreuzgängen des Klosters Rathausen die Grenzen zwischen Kunst von Menschen mit und ohne Behinderung zu verwischen.

Der Kurator Florian Paul Koenig und sein Team von Network of Arts haben die Werke der SSBL-Kunstschaffenden, der acht Gastkünstlerinnen und Gastkünstler in der Galerie im Kloster in Szene gesetzt. In dieser dritten Ausstellung werden die Künstlerinnen und Künstler noch näher verknüpft und die Werke in direkten Austausch zueinander gebracht: durch Ähnlichkeiten, gemeinsame Themen und Emotionen. Alles zum Thema «Nest».

Vernissage Sonntag, 24. November 2019 um 11 Uhr im Obergeschoss des Kloster Rathausen.

Viel Spass bei der Erkundung der Ausstellung. Der Verkaufserlös der Werke der SSBL Künstler/-innen sowie ein Teil des Erlöses der Werke der Gastkunstwerke werden für die SSBL-Ateliers verwendet.

Der Eintritt ist frei und es sind Gratisparkplätze vorhanden.

Anreise

Alle Informationen auch in unserem Ausstellungsflyer.

In unseren Ateliers arbeiten über 35 Künstlerinnen und Künstler an ihrer eigenen Ausdrucksform. Durch ihre Malereien, Zeichnungen oder Skulpturen zeigen sie uns, wie sie die Welt wahrnehmen. Die Kunstwerke entstehen unter der Betreuung und Begleitung unseres Fachpersonals. Der Erlös der Werke der SSBL-Künstler/innen sowie ein Teil des Erlöses der Gastkünstler werden für die SSBL-Ateliers verwendet. Damit ermöglichen Sie Menschen mit Beeinträchtigung, sich kreativ auszudrücken und sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Bei Interesse an einem Werk melden Sie sich bitte direkt bei unserem Kurator.

Pius Bernet
Direktor SSBL

Werke online kaufen

Weitere Informationen zu den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern und ihren Werken auf finden Sie auf einen Klick.

Preisliste als PDF

Shop

Kurator Florian Paul Koenig, Network of Arts

Unser Engagement für die Künstler/-innen

Die Galerie im Kloster ist eine Initiative der SSBL, die es der Institution ermöglicht, das Schaffen ihrer Künstler/-innen öffentlich zu präsentieren. Ein zentrales Anliegen ist es, kreative Bewohner/-innen und Tagesbeschäftigte mit Gastkünstlern/-innen zu vereinen. So kann ein breiter Kontext der Betrachtung von Werken der Menschen mit und ohne Behinderung geschaffen werden. In der Gegenüberstellung der unterschiedlichen Künstler/-innen lernen wir, dass Kunst über das Verständliche und Reflektierte hinausgeht. Zudem gibt uns die Atmosphäre in den Kreuzgängen, welche von den Gesängen aus den Ateliers verstärkt wird, ein Gefühl der Geborgenheit.

Network of Arts führt und kuratiert im Auftrag der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern die Galerie im Kloster. Wir planen und installieren die Ausstellungen, Vernissagen, Flyer und Kataloge.

Unser Kurator, Florian Paul Koenig, freut sich von Ihnen zu hören. Für eine persönliche Führung durch die Ausstellung kontaktieren Sie uns bitte direkt.

Kontakt

Ausstellungskatalog 1. Ausstellung und 2. Ausstellung

Die vergangene Eröffnungsausstellung war ein voller Erfolg. Alle Bilder und Informationen wurden in einem Ausstellungskatalog festgehalten.

1. Ausstellung Seitenanzahl: 116 Seiten/ Auflage 100 Exemplare
2. Ausstellung Seitenanzahl: 104 Seiten/ Auflage 100 Exemplare

Dieser ist erhältlich per Bestellung unter info@ssbl.ch oder im Verkaufsladen in Rathausen.

CHF 30 inkl. MwSt pro Katalog (plus Versandkosten CHF 4.90)

Künstlerinnen und Künstler der
Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL

Martin Birrer
Rathausen (1967)

In der Malerei von Martin Birrer überlagern sich sehr dynamisch verschiedene Farbflächen in Pink, Weiss, Rot, Gelb und Blau, die sich mit zarten Linien  vermengen. Im farbenprächtigen Geknüngel lassen sich mit viel Phantasie stark abstrahierte und sich bewegende Figuren erahnen.

Pia Bühlmann
Rathausen (1962)

In den vielfältigen, künstlerischen Ideen
von Pia Bühlmann sieht man dieses nach Aussentreten: In ihren fröhlichen Bildern wechseln sich grosse Blumengärten mit farbigen, abstrakten Segmenten vor einem leuchtenden Hintergrund ab. Darin finden sich einzelne oder sich begegnenden Figuren, die glücklich neben den farbigen Streifenbildern stehen.

Silvia Cristina Da Costa Pinto
Emmenbrücke (1991)

Silvia Cristina Da Costa Pinto arbeitet als Malerin im Atelier sowie in den Ateliers Textil und Papier. Nebst der Malerei mag sie die Rhythmik. Dynamisch und kräftig gezeichnete Striche in Grün, Rot und Weiss überziehen abstrakte, farbig schimmernde und sich überlagernde Flächen. In anderen Werken scheint man grosse leuchtende Blumen in Rot und Rosa in hohen, grünen Grasbüscheln oder aufgewirbelten Blättern zu erhaschen.

mehr

Dominik Döös
Luzern (1989)

Dominik Döös arbeitet als Maler im Atelier und als Mitarbeiter in der Montage, im Atelier Produktebemalen sowie in der Hauswirtschaft. Ausserdem wandert er gerne.

Auf einer monochromen Fläche in Rot, Gelb, Blau oder Rosa fügen sich kreuz und quer verteilt prägnante Kreise und Buchstabenfragmente zu Linien, als wären es Mitteilungen, die es zu entziffern gilt.

Was ist die treibende Kraft des Künstlers?
Er will seine Stimmungslage ausdrücken und freut sich, anderen die Ergebnisse zeigen zu können. Ihn interessiert vor allem der Schaffensprozess, bei dem er am liebsten vertieft und ganz allein mit Papier
und Farben arbeitet.

Welche Themen zeigt der Künstler?
Es sind Namensdarstellungen von Motiven, die ihn beschäftigen, beispielsweise Vergnügungsparks, Waschanlagen, Pippi Langstrumpf, öffentlicher Verkehr.

mehr

Beat Kreienbühl
Rathausen (1964)

Eine von aussen eher abgeschlossene
Welt zeigen die Zeichnungen von
Beat Kreienbühl: Sie sind überzogen von
einem zarten Gespinst aus farbigen Linien
in kräftigem Rot, Blau, Violett, Dunkelgrau,
Grün und Gelb und jeweils zwei
Hälften oben und unten im Bild legen sich
schützend übereinander. Seine wolkenähnlichen
Nester aus feinem Strich sprechen von verwunschenen Orten aus leuchtenden Farben.

 

Peter Kurmann
Rathausen (1960)

Peter zeigt eine Lebendigkeit: Er malt
dabei die Welt, so wie er sie sieht. Hier
sind es fröhliche Menschen in Badehosen,
die mit dem Rücken und ganz eng
beieinander in einem runden Becken
liegen. Sommerlich strahlt dazu eine
grosse Sonne über das grosse Getümmel
an freudigen Schwimmern.

Peter Marfurt
Ebikon (1981)

Peter Marfurt arbeitet als Maler im Atelier sowie als Mitarbeiter im Verkauf und in der Kommunikation sowie im Atelier Holz. Er mag Guggenmusik und
Fussball und ist in verschiedenen Vereinen dabei.

Peter Marfurts abstrakte Bilder sind von urwüchsiger Kraft, die ein freudiges Feuerwerk an Farben zeigen. Fröhliche rote, blaue oder gelbe Pinselstriche bespielen den Hintergrund, der plakativ in farbige Flächen aufgeteilt ist.

Welche Themen und Ideen zeigt der Künstler in seinen Bildern?
Er malt gerne Menschen, die aktiv sind, beispielsweise am See oder beim Fussballspiel. Er drückt gerne aus, was er selbst erlebt oder gehört hat.

mehr

René Steudler
Obernau (1969)

René Steudler arbeitet als Maler im Atelier sowie als Mitarbeiter in der Logistik, im Verkauf und im Bereich Produktebemalen. Nebst der Malerei schwimmt und backt er gerne.

Flächendeckend breitet sich eine fantasievolle Stadt mit Fenstern, Türen, Wänden, Dächern und Ziegeln aus. Dazwischen tummeln sich wundersame
Tiere und Pflanzen. Mit geduldigem und präzisem Strich sind Details wie ein Wetterhahn, eine Flagge oder eine kleine Menschengruppe wiedergegeben
und mit klar begrenzten Farbflächen unterlegt. Unverkennbar ist eine gewisse Analogie zu den Werken von Paul Klee. Seine Bilder sind durch den Bauernkalender inspiriert. Er empfindet seine Werke als «einzigartig, denn andere können nicht das ausdrücken, was ich kann – und ich kann nicht das, was andere können.»

mehr

Lukas Stirnimann
Ebikon (1993)

Lukas Stirnimann arbeitet als Maler im Atelier sowie als Mitarbeiter in der Textilwerkstatt, Papierwerkstatt und Montage. Nebst der Malerei schwimmt er gerne.

In seinen abstrakten Werken wird die Grundfläche durch zügige Striche mit Wachsmalstiften schwungvoll bespielt. Bei längerer Betrachtung erahnt man Figuren und Formen, verliert diese aber
gleich wieder aus den Augen.

Was ist die treibende Kraft des Künstlers?
Das Endprodukt – für ihn ist es sehr wichtig, am Ende ein schönes Bild zu haben. Er weiss jeweils bereits im Voraus, mit welchen Stiften er malen möchte. Beim Malen freut er sich über seine
Arbeitskollegen/-innen und über die Einzelarbeit in Gemeinschaft.

mehr

Stefan Villiger
Rathausen (1982)

Stefan Villiger kreiert mit seinen Zeichnungen eine ganz entrückte Welt: Zuerst zieht er bedächtig feine Linien auf die weisse Fläche und wechselt dann zu einem schnellen Strichzug. Er füllt das Blatt mit einer grosszügigen Kringel-Linie, die er schwungvoll zu einem farbigen Gewirr anwachsen lässt. Darin verfangen sich wunderliche Maschinerien aus Rädern, Bolzen, Scharnieren, Schrauben und Federn.

Zu Gast in Rathausen

Franziska Agrawal
Basel (1979)

Luca De Risio
Luzern (1974)

Franziska Ewald
Bern (1962)

Miranda Fierz
Luzern (1987)

Heidi Hostettler
Luzern (1958)

Aniko Koltai
Luzern (1977)

Charlie Lutz
Sarnen(1960)

Fiona Rafferty
Greppen (1990)

Stefan Rohner
St. Gallen (1959)