Medien

Medienkontakt

Elisabeth Gebistorf Käch
Leitung Marketing & Kommunikation
Rathausen
6032 Emmen

T 041 269 37 15
elisabeth.gebistorf@ssbl.ch

Die SSBL informiert aktiv und setzt sich für die Interessen von Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit ein. Auf dieser Seite finden Medienschaffende Mitteilungen und Fotos.

Medienmitteilungen

14. Juni 2019: Heilpädagogisches Kinderhaus Weidmatt: Ein bewährtes Angebot mit neuem Namen

Seit 1952 finden Eltern von Kindern mit Behinderung Unterstützung und Entlastung im Heilpädagogischen Kinderhaus Weidmatt der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL. 

Viel zu früh geborene Kinder, später dann Kinder mit einer Beeinträchtigung – für sie war und ist das Kinderheim Weidmatt ein Ort der Geborgenheit. Das Wort «Kinderheim» löste bei den Eltern jedoch zunehmend grossen Widerstand aus: Wer will schon sein Kind in ein Kinderheim bringen? Zudem bietet die Weidmatt seit 2016 auch Tagesplätze sowie seit 2019 ambulante Physiotherapie für Kinder an. Auch nutzen immer mehr Familien das umfassende, professionelle Angebot kurzzeitig und profitieren so von Entlastung in schwierigen und anspruchsvollen Situationen. Die neue Bezeichnung «Heilpädagogisches Kinderhaus Weidmatt» ist zeitgemäss und passend für das liebevolle und hochprofessionelle Angebot.

Das Heilpädagogische Kinderhaus Weidmatt in Wolhusen betreut an 365 Tagen im Jahr Kinder mit mehrfachen, geistigen und/oder körperlichen Behinderungen oder mit chronischen Krankheiten. Es nimmt Kinder ab Geburt bis zur Einschulung auf. In den drei Wohngruppen hat es Platz für insgesamt 18 Kinder. Diese Plätze teilen sich über das Jahr hinweg zirka 40 Kinder.

Das Kinderhaus besteht seit dem Jahr 1952 und gehört seit 1985 zur Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL.

Medienmitteilung: Ein bewährtes Angebot mit neuem Namen (PDF)

8. Mai 2019: Geschenk-Übergabe von Johann Schneider-Ammann: Therapiepferd Voltéro

Johann Schneider-Ammann verschenkt Therapiepferd

Am 8. Mai schenkte Alt Bundesrat Johann Schneider-Ammann dem Reitstall Rathausen auf dem Gelände der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL den siebenjährigen Freiberger-Wallach Voltéro. Taufpate des Pferdes ist Ständerat Damian Müller, der seit über 20 Jahren stark mit dem Pferdesport verbunden ist. Voltéro wird künftig in der pferdegestützten Therapie für Menschen mit Behinderung eingesetzt.

Johann Schneider-Ammann erhielt anlässlich seiner Wahl in den Bundesrat 2012 am Marché-Concours in Saignelégier vom Freibergerzuchtverband und der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Jura ein Fohlen geschenkt. Inzwischen hat sich dieses zu einem kräftigen, ausdrucksstarken Pferd entwickelt. Da Freibergerpferde in der Therapiearbeit mit Menschen mit Behinderung geschätzt sind, wurde Voltéro im Hinblick auf eine solche Lebensaufgabe getestet. Dabei zeigte sich, dass er sehr menschenbezogen, aufmerksam und lernwillig ist - wichtige Qualitäten eines Therapiepferdes. Johann Schneider-Ammann entschloss sich, sein im nationalen Pferdezentrum Bern ausgebildetes Pferd dem Reitstall Rathausen zu schenken. Dieser Reitstall ist mit der «Qualitätsplakette für Therapieställe» von der Vereinigung Pferdegestützte Therapie Schweiz (PT-CH) ausgezeichnet. Der Wallach wird nun weiter gezielt ausgebildet, damit künftig Menschen mit Behinderung, insbesondere die vielen Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL, von einer Therapie mit dem Pferd profitieren können.

Medienmitteilung:

1. April 2019: SSBL eröffnet neuen Standort in Nebikon

Mitten in Nebikon, vis-à-vis des Cafés Wegere, eröffnet die SSBL ein neues Atelier für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Tagesbeschäftigte. Am Donnerstag, 28. März 2019, besuchten offizielle Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde, Nachbarinnen und Nachbarn sowie weitere Gäste das Atelier an einem Nachmittag der offenen Tür.

Christiane Tutte ist Leiterin verschiedener Standorte der SSBL (Institution 6) – neu auch des Standorts in Nebikon. Sie freut sich, dass für Bewohnerinnen und Bewohner der SSBL aus Schüpfheim, Wolhusen, Hergiswil, Knutwil, Pfaffnau und Reiden mit der Eröffnung in Nebikon nun ein weiteres Atelier zur Verfügung steht. In den mittlerweile 10 Ateliers führen Bewohnerinnen und Bewohner je nach Fähigkeiten und Fertigkeiten diverse Hand- und Werkarbeiten aus. Diese Ateliers geben Menschen mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung eine sinnvolle Beschäftigung, eine fixe Tagesstruktur, sie können Kontakte knüpfen und so am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Am Nachmittag der offenen Tür wurden die bekannten «SSBL-Zündbürdeli» in Handarbeit hergestellt. Selbstverständlich kann man diese selbstkreierten «SSBL-Zündbürdeli» nebst weiteren Produkten auch direkt vor Ort in diversen Packgrössen kaufen.

Der Direktor der SSBL, Pius Bernet, begrüsste die illustre Gästeschar bei Kaffee und Kuchen in Nebikon: «Wir wollen unseren Bewohnerinnen und Bewohnern aber auch den Tagesbeschäftigten etwas bieten. Das gehört zu unserem Auftrag, ist aber auch ein grosses Anliegen und eine Herzensangelegenheit». Mit der Eröffnung des Ateliers erweitert die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL ihr Einzugsgebiet auf 12 Standorte und bedankt sich herzlich bei der Gemeinde als Vermieterin. Damit ist die SSBL auch in Nebikon «z’mitts drin».

Medienmitteilung: SSBL eröffnet neuen Standort in Nebikon (PDF)

19. März 2019: Beat Amrein neu im Stiftungsrat der SSBL

Per 1. Januar 2019 hat der Regierungsrat des Kantons Luzern Beat Amrein zum neuen Stiftungsrat der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL gewählt. Er löst Thomas Hagmann ab, der nach sechsjähriger Amtszeit den Stiftungsrat verlassen hat.

Der neue Stiftungsrat Beat Amrein wird im Ressort «Marketing und Kommunikation» Einsitz nehmen. Beat Amrein ist seit 25 Jahren Gemeindeschreiber der Gemeinde Gisikon und in dieser Funktion auch Inhaber des Notariatspatents. Er hat ein Nachdiplomstudium für Non-Profit-Organisationen abgeschlossen und engagiert sich in verschiedensten Projekten in seiner Wohn- und Arbeitsgemeinde Gisikon. Als Vorstandsmitglied des Vereins insieme und Vater einer Tochter mit Trisomie 21 kennt er die Herausforderungen, die sich Betroffenen vor allem im Bereich Integration stellen: „Für mich ist wichtig, dass die SSBL immer stärker den inklusiven Gedanken umsetzen kann. «Z’mitt’s drin» ist dazu ein schönes Credo.

Thomas Hagmann engagierte sich von 2012 bis Ende 2018 im Stiftungsrat der SSBL. Der Coach und Organisationsberater hat sich nicht nur in seinem Ressort Personal stark für die SSBL eingesetzt, sondern mit grossem Engagement die Um- und Neustrukturierung vorwärtsgetrieben. Die SSBL dankt ihm für seinen langjährigen Einsatz und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Medienmitteilung: SSBL begrüsst ein neues Mitglied im Stiftungsrat (PDF)

18. Januar 2019: Prädikat Fachstelle UND

Die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL erhält das Qualitätslabel «Familie UND Beruf» für ihre laufenden Bemühungen für familienfreundliche Anstellungs- und Arbeitsbedingungen. Das Prädikat wurde am 18. Januar 2019 offiziell von Katrin Giger-D’Ignazio der Fachstelle UND den Verantwortlichen der SSBL übergeben.

Nach einem umfassenden Audit hat die Fachstelle UND der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL das Prädikat «Familie UND Beruf» übergeben. Dabei überprüfte die Fachstelle die personalpolitischen Grundsätze und Leistungen auf die Vereinbarkeit und Gleichstellung. Voraussetzung für dieses Prädikat sind zudem die Bemühungen, diese zielgerichtet zu optimieren, strukturell zu verankern und laufend weiterzuentwickeln. Mit der Übergabe des Prädikats startet zudem der Steuerungsprozess durch die Fachstelle, welche sicherstellen will, dass die SSBL weiterhin am Puls der Zeit bleibt. Das Prädikat muss alle drei Jahre erneuert werden.

«Wir sind sehr stolz, dass wir das Audit erfolgreich durchlaufen haben und dieses Prädikat entgegen-nehmen können. Es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und motiviert uns, weiterhin am Ball zu bleiben», meint Yvonne Schorno, Leiterin Personalmanagement der SSBL, während der Übergabe im Klostergebäude bei der SSBL in Rathausen.

Fachstelle UND
Die Fachstelle UND ist das führende Kompetenzzentrum in der Schweiz für die Umsetzung der Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit. Die Fachstelle richtet sich an Privatpersonen, Fachleute und Organisation und fördert die Vereinbarkeit auf der individuellen, betrieblichen und gesellschaftlichen Ebene. Seit 20 Jahren engagiert sich die Fachstelle für die tatsächliche Gleichstellung von Frau und Mann in der bezahlten und unbezahlten Arbeit.

Medienmitteilung: SSBL mit Prädikat „Familie UND Beruf“ ausgezeichnet (PDF)

10. September 2018: Vernissage zur Ausstellung in Rathausen

Eine volle Klosterkirche, gut gelaunte Gäste und glückliche Künstlerinnen und Künstler an der Vernissage zur Ausstellung «Von anderen Welt- und Weitsichten» in Rathausen: Die über 150 Kunstwerke auf Papier und Leinwand, in Ton und Holz von SSBL-BewohnerInnen und Künstler hpHunkeler laden noch bis zum 7. 10. zum Schauen, Staunen und Kaufen ein. Erste rote Kauf-Punkte sind bereits gesetzt.

40 Bewohnerinnen, Bewohner und Tagesbeschäftigte der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL zeigen seit Freitag zusammen mit dem Bauer und Künstler hpHunkeler in der Klosterkirche Rathausen am SSBL-Hauptsitz bei Emmen/Ebikon ihre künstlerischen Arbeiten. Mehr als 30 von ihnen waren am Freitagabend ebenso wie hpHunkeler an der feierlichen Vernissage in der Kirche mit feinem Apéro im Kreuzgang mit dabei. Besonders die SSBL-Künstlerinnen und -Künstler nahmen die Glückwünsche von SSBL-Direktor Pius Bernet und die Grussbotschaft von Erwin Roos aus dem Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons begeistert entgegen. Dazu gab es viel Applaus des zahlreich erschienenen Publikums und Bewunderungsbekundungen in persönlichen Begegnungen und Gesprächen.

Rote Punkte
Die Gäste liessen schon am ersten Abend den einen oder anderen roten Kauf-Punkt an Werke ihrer Wahl kleben. Der Reinerlös des Verkaufs fliesst teils in die Kassen der SSBL-Ateliers Malen, Papier und Ton wie in die Fonds zur Renovation des Innenraums der Klosterkirche samt der historischen Goll-Orgel auf der Empore. Die Empore dient derzeit auch als zweiter Ausstellungsraum. Laut SSBL besuchten schon am ersten Wochenende der Ausstellung viele Interessierte gezielt, aber auch zufällig auf Wanderschaft an der Reuss, das kleine Kunst-Mekka auf Zeit in der Klosterkirche.

Offene Kirche
Die Ausstellung «Von anderen Welt- und Weitsichten» ist bis Sonntag, 7.10. wie folgt geöffnet: Mittwoch/Donnerstag, 14-17 Uhr; Freitag, 14-20 Uhr, Samstag/Sonntag, 10 bis 17 Uhr. Zudem sind zwei ganz spezielle Konzerte und Gesprächsrunden angesagt:
> Am Sonntag, 16. September, 15 Uhr, lüften HORA-Gründer Michael Elber und Schauspieler Matthias Grandjean im 25. Jahr im Gespräch die ersten und letzten Geheimnisse des Theater HORA. Dazwischen rockt die HORA'BAND die Klosterkirche akustisch. Das Theater HORA aus Zürich ist das einzige professionelle Theater der Schweiz,
Medienmitteilung zur Kunst-Vernissage vom 7.7.2018 2 / 2
dessen Ensemblemitglieder alle eine IV-zertifizierte «geistige Behinderung» haben. Die Band wurde 2004 als unabhängiges HORA-Projekt gegründet.
> Am Samstag, 22. September, 16 Uhr, sprechen u.a. Schriftsteller Dominik Brun, Bauer und Künstler hpHunkeler, der blinde Pianist Hansburkard Meier (92) mit Bewohner und Bewohnerinnen und deren Arbeiten in den Ateliers Malen, Ton und Papier der SSBL über Kunst und Kreativität. Dazu sorgen die BigBand der Bewohnerinnen und Bewohner der SSBL und Bernhard Hörler an der Orgel für den passenden Sound.

Medienmitteilung: Die Kraft der Kunst in der Klosterkirche (PDF)

31. August 2018: Wechsel im Stiftungsrat der SSBL

Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat Karin Auf der Maur-Reichmuth per 1. September 2018 zur neuen Stiftungsrätin gewählt. Sie löst Cecile Bachmann ab, die per 31. August 2018 nach elfjähriger Tätigkeit aus dem Stiftungsrat ausscheiden wird.

Karin Auf der Maur-Reichmuth übernimmt als neue Stiftungsrätin von Cécile Bachmann das Ressort Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising. Auf der Maur hat Geschichte, Publizistik und Volkswirtschaft an der Universität Zürich studiert. Seit 2012 ist sie mit AdMind Public Relations beruflich selbständig in Luzern tätig. Karin Auf der Maur verfügt über breite Erfahrung und grosses Know how im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Fundraising. Sie ist vom Regierungsrat des Kantons Luzern für die restliche Amtsdauer bis 2019 gewählt worden.

Cécile Bachmann war von 2007 bis August 2018 Mitglied des Stiftungsrates der SSBL. Die Kommunikationsfachfrau hat sich nebst ihrem Ressort Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising mit grossem Engagement für die Weiterentwicklung der SSBL während einer intensiven Zeit der Um- und Neustrukturierung eingesetzt. Die SSBL dankt ihr für ihren langjährigen Einsatz und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute.

Medienmitteilung: Wechsel im Stiftungsrat der SSBL (PDF)

21. Dezember 2017: Pius Bernet wird neuer Direktor der SSBL

Der Stiftungsrat hat Pius Bernet zum neuen Direktor der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL ernannt. Am 1. Juli 2018 wird er die Stelle antreten.

Der Stiftungsrat der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL hat an seiner Sitzung vom 19. Dezember 2017 Pius Bernet zum neuen Direktor SSBL gewählt. Er tritt am 1. Juli 2018 die Stelle an.
Pius Bernet, Finanzfachmann im NPO-Bereich, ist 60-jährig und lebt mit seiner Frau und den vier erwachsenen Kindern in Egolzwil. Seit 2009 ist er Finanzchef der Schweizer Paraplegiker-Gruppe, eine der grössten NPO der Schweiz. Vor dieser Funktion war er viele Jahre im Profitbereich in leitender Funktion als Finanzchef tätig.

Pius Bernet verfügt dank seiner langjährigen Tätigkeit in leitender Stellung in grossen- und mittelgrossen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen über sehr gute Führungs- und Management-Erfahrung. Ausserdem hat er 2014 einen MBA in Non-Profit-Management erlangt und ist somit bestens gerüstet, um die SSBL als Organisation in die Zukunft zu führen.

Der Stiftungsrat ist überzeugt, mit Pius Bernet einen sehr qualifizierten neuen Direktor gefunden zu haben und freut sich auf die Zusammenarbeit.

Medienmitteilung: Pius Bernet wird neuer Direktor SSBL (PDF)

31. August 2017: Eröffnung des Rundgangs «Rathausen. Ein Ort erzählt seine Geschichte.»

Die Geschichte bleibt lebendig. In Rathausen wird ab dem 1. September 2017 auf dem Rundgang «Rathausen. Ein Ort erzählt seine Geschichte.» die über 750jährige Vergangenheit des Klosters bis zur Gegenwart gezeigt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In Zusammenarbeit mit dem Kanton Luzern hat die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL gemeinsam mit dem Institut für Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen der Pädagogischen Hochschule Luzern, die Bedeutung Rathausens als„Ort des Erinnerns“ gewürdigt und einen Rundgang erstellt, der in 30 Stationen an historischen Orten Zeitzeugnisse wach hält.

In den letzten Jahren wurde im Kanton Luzern die Vergangenheit der Heim- und Verdingkinder im 19. und 20. Jahrhundert aufgearbeitet. Rathausen als grösstes Kinderheim im Kanton nimmt darin mit seiner rund 100-jährigen Geschichte, die auch Schatten warf, einen wichtigen Platz ein. Es ist in den letzten Jahren neben anderen Heimen durch Berichte von ehemaligen Heimkindern über Gewalt und Übergriffe ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Der Kanton Luzern will diesen Erinnerungsort bewahren. Er hat deshalb die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL als heutige Eigentümerin und Betreiberin der Klosteranlage darin unterstützt, die Vorkommnisse in luzernischen Kinder- und Jugendheimen wachzuhalten. Die Pädagogische Hochschule Luzern mit dem Institut für Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen unter der Leitung von Dr. Sabine Jenzer und Prof. Dr. Markus Furrer hat den Auftrag dazu erhalten. Sie wurden durch ehemalige Heimbewohnerinnen und -bewohner und weitere Betroffene unterstützt sowie in einer Begleitgruppe durch das Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons Luzern, verschiedene kirchliche Kreise, wie die katholische Landeskirche Luzern oder die Schwestern des Klosters Ingenbohl sowie weitere staatliche Institutionen begleitet.

Erlebnisse und Geschichten werden wach
Anhand 30 Stationen an historischen Orten auf dem Areal Rathausen und im ehemaligen Kloster werden dem Publikum ab dem 1. September 2017 Einblicke in die vielfältige Nutzung der Anlage Rathausen im Laufe der Jahrhunderte gegeben. Hier lebten zunächst Klosterfrauen, danach angehende Lehrer, Soldaten der Bourbaki-Armee, Pockenkranke, Heimkinder und heute Menschen mit schweren Behinderungen. Viele Erlebnisse und Geschichten gibt es über ihre Zeit hier in Rathausen zu erzählen.

Rathausen als Zuhause für Menschen mit schwerer Behinderung
Die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL hat seit Mitte der 1980er Jahre den Hauptsitz in Rathausen. In 23 Wohngruppen leben über 180 Menschen mit teilweise schweren Behinderungen. Der Rundgang verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und er regt an über die heutige Soziale Arbeit nachzudenken. Besucher begegnen auf ihrem Rundgang den heutigen Bewohnerinnen und Bewohnern von Rathausen, die in eines der Ateliers im Klostergebäude gehen, im Café einkehren oder einen Spaziergang übers Areal machen. Rathausen ist ein Ort, der lebt – mit der Vergangenheit.

Medienmitteilung: Eröffnung Rundgang "Rathausen. Ein Ort erzählt seine Geschichte" (PDF)

Berichterstattung

Sie möchten über uns berichten? Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer Recherchearbeit. Auf Anfrage sind wir gerne bereit für Interviews und arbeiten aktiv mit Medienschaffenden zusammen.

  • Berichterstattung
  • Bildmaterial
  • Logos