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Medienkontakt

Elisabeth Gebistorf Käch
Leitung Marketing & Kommunikation
Rathausen 2
6032 Emmen

T 041 269 37 15
elisabeth.gebistorf@ssbl.ch

Die SSBL informiert aktiv und setzt sich für die Interessen von Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit ein. Auf dieser Seite finden Medienschaffende Mitteilungen und Fotos.

Medienmitteilungen

5. Dezember 2019: Die Firma ArteBoden AG aus Horw erfüllt Weihnachtswünsche

Gestern durften wir den Geschäftsführer von ArteBoden, Christian Röösli und Samuel Röösli, Projektleitung und Verkauf, bei uns in Rathausen begrüssen. Die Herren Röösli überreichten der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL eine grosszügige Spende von CHF 3'000. Dieser Betrag kommt gezielt dem Projekt «Wünsche werden wahr» zugute. Damit werden auf unbürokratische Weise Wünsche erfüllt und Menschen mit Behinderung spezielle Erlebnisse ermöglicht.

Das Fachgeschäft für Bodenbeläge hat sich für ein bodenständiges Weihnachtsgeschenk zugunsten Menschen mit Behinderung entschieden. Anstelle von feudalen Kundengeschenken spenden Sie den Gesamtbetrag an die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL. Die Verankerung in der Zentralschweiz und die örtliche Nähe haben zur Wahl unserer Organisation geführt. Wir freuen uns sehr, diesen Betrag wirkungsvoll einzusetzen.

Eine Spende ermöglicht Aktivitäten und Projekte, die von der direkten Kostenübernahme der staatlichen Gesundheits- und Sozialwerke nicht oder nicht voll abgedeckt werden – Eine Erleichterung und Bereicherung für Menschen mit Beeinträchtigung.

Medienmitteilung: Die ArteBoden AG erfüllt Weihnachtswünsche (PDF)
Bild: ArteBoden AG für Checkübergabe in Rathausen

18. November 2019: Die Adventsausstellung mit dem sozialen Plus

Seit gut 17 Jahren zieren im November weihnächtliche Gestecke, Adventskränze und handgemachte Produkte die Kreuzgänge des Klosters Rathausen.  Unter dem Motto «Adventsgedichte» pflegt die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL in Rathausen die schöne Tradition auch in diesem Jahr: Am Freitag, 22. November um 17 Uhr eröffnet Stiftungsrätin Marie-Theres Caratsch die diesjährige Adventsausstellung.

Die Planung begann bereits im Januar 2019 und in den Ateliers der SSBL haben die Bewohnerinnen und Bewohner während des ganzen Jahres unter anderem auch für die Adventsausstellung gearbeitet. Während der Adventszeit ist Rathausen ein speziell schöner Ort der Begegnung.  Unser Kloster, ein historisches Gebäude, wird mit viel Liebe zum Detail dekoriert und erstrahlt im weihnächtlichem Glanz. Am Eröffnungsabend der Adventsausstellung sorgt das Trio «Chrut und Chabis» für musikalische Unterhaltung und das hauseigene Restaurant pro nobis sorgt für das leibliche Wohl der Gäste. Der festliche Rahmen im Kloster Rathausen ist eine ideale Einstimmung auf die weihnachtliche Zeit.

Eröffnung «Adventsausstellung» am Freitag, 22. November 2019 um 17 Uhr im Kloster Rathausen, Rathausen 2, 6032 Emmen. Mehr Informationen unter ssbl.ch/advent

Der Erlös der Produkte wird vollumfänglich für die SSBL-Ateliers verwendet. Hier können Menschen mit Beeinträchtigung sich kreativ ausdrücken und künstlerisch weiterentwickeln. Die Ausstellung hat vom 22. November 2019 bis 24. November 2019 geöffnet. Weitere Informationen zur Ausstellung unter www.ssbl.ch/advent.

Medienmitteilung: Die Adventsausstellung mit dem sozialen Plus
Bild: Adventsausstellung 2018 (1) Adventsausstellung 2018 (2)

28. Oktober 2019: Checkübergabe «Brot-Chef»-Wettbewerb, Leckeres für einen guten Zweck

Vom 19.-21. September dekorierten im Pilatusmarkt Kriens hunderte von Kindern und Erwachsenen einen Spitzbuben. Der Erlös dieser Aktion kommt der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL zugute. David Affentranger, Geschäftsführer des Schweizer Bäckerei- und Konditorei-Personal-Verbandes sbkpv, überreichte den Check.

Einmal mehr fand der Wettbewerb «Brot-Chef» des Schweizer Bäckerei- und Konditorei-Personal-Verbandes sbkpv Mitte September grosse Beachtung: Interessierte erhielten im Pilatusmarkt Kriens einen Einblick ins vielfältige Bäckerhandwerk. Besucherinnen und Besucher, die selbst kreativ tätig werden wollten, konnten dies beim Spitzbuben-Verzieren tun: Für einen kleinen Betrag durften vorgebackene Spitzbuben mit allerlei Süssem verschönert werden. Dabei entstanden hunderte individueller bunter Leckereien. Den eingegangenen Betrag rundete der sbkpv grosszügig für einen guten Zweck auf: In den Genuss der Spende kam die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL. Sie begleitet und betreut in 40 Wohngruppen im ganzen Kanton Luzern Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.

Medienmitteilung: Checkübergabe Leckeres für einen guten Zweck (PDF)
Bild: Checkübergabe mit David Affentranger, Präsident sbkpv

25. Oktober 2019: «Galerie im Kloster» Rathausen zeigt Kunst von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung

Seit Mai letzten Jahres zieren eindrucksvolle Kunstwerke die Kreuzgänge des Klosters Rathausen: Werke von Künstlern/-innen der SSBL stehen im Dialog mit Werken von Gastkünstlern/-innen. Am Sonntag, 24. November 2019 wird die neuste Ausstellung zum Thema «Nest» mit einer Vernissage eröffnet.

Was ist ein Nest? Im ersten Moment denken wir an Unterschlüpfe von Tieren. Ein Nest ist jedoch auch das Daheim von uns Menschen: Wir alle suchen und bauen uns einen Ort zum Wohlfühlen, Verweilen und Leben. Das Nest ist unser Lebensmittelpunkt. Fast täglich verlassen wir diesen Ort, doch immer wieder kommen wir dahin zurück, wo wir uns eingenistet haben. – Künstler/-innen der SSBL sowie neun Gastkünstler/-innen zeigen in der neuen Ausstellung der «Galerie im Kloster» Werke, die in irgendwelcher Form mit dem Zuhause von Lebewesen zu tun haben. Denken Sie dabei an Ihr Nest: Wie würde Sie es zeichnen, malen oder ausformen?

Öffentliche Vernissage «Galerie im Kloster»
am Sonntag, 24. Nov. 2019 um 11 Uhr im Kloster Rathausen, Rathausen 2, 6032 Emmen.

Über 35 Künstlerinnen und Künstler arbeiten in den Ateliers der Stiftung für Schwerbehinderte SSBL an ihrer eigenen Ausdrucksform. Durch ihre Malereien, Zeichnungen oder Skulpturen zeigen sie uns, wie sie die Welt wahrnehmen. Die Kunstwerke entstehen unter der Betreuung und Begleitung unseres Fachpersonals. Die «Galerie im Kloster» zeigt diese Werke und stellt sie in Dialog mit Kunstwerken der Gastkünstler/-innen
Franziska Agrawal (Basel), Franziska Ewald (Bern), Miranda Fierz (Luzern), Heidi Hostettler (Luzern), Aniko Koltai (Luzern), Charlie Lutz (Luzern), Fiona Rafferty (Greppen), Luca de Risio (Luzern) und Stefan Rohner (St. Gallen).

Der Erlös der Werke der SSBL-Künstler/innen sowie ein Teil des Erlöses der Gastkünstler/-innen werden für die SSBL-Ateliers verwendet. Hier können sich Menschen mit Beeinträchtigung kreativ ausdrücken und sich künstlerisch weiterentwickeln. Die Ausstellung hat vom 24. November 2019 bis 19. April 2020 geöffnet. Weitere Informationen zur Ausstellung unter www.ssbl.ch/galerie.

Medienmitteilung: «Galerie im Kloster» Rathausen zeigt Kunst von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung (PDF)
Bilder: SSBL-Künstlerin Pia Bühlmann und Besucher in den Kreuzgängen Kloster Rathausen

28. September 2019: Johann Schneider-Ammann zu Besuch im Reitstall Rathausen

Seit Mai dieses Jahres wird der Freiberger-Wallach Voltéro im Reitstall Rathausen speziell ausgebildet. Er wurde dem Therapiestall durch Bundesrat Johann Schneider- Ammann als Geschenk übergeben. Schon bald wird Voltéro als Therapiepferd für Menschen mit Behinderung eingesetzt. Mäzen Johann Schneider-Ammann hat Voltéro am Samstag in seinem neuen Zuhause besucht.

Ein Bild sagt mehr als 1'000 Worte. Schneider-Ammann hat anlässlich des Übergabefestes im vergangenen Mai ein Fotobuch gestalten lassen und überreichte dieses nun persönlich den Klientinnen und Klienten vom «Atelier Pferd» und den Reiterinnen und Reitern von Voltéro. Bei Kaffee und Kuchen signierte Johann Schneider-Ammann jedes Buch individuell und nahm sich Zeit für Menschen mit und ohne Behinderung. Im kleinen Rahmen von rund 60 Pferdefreunden erfreute man sich am sehr aufmerksamen und lernwilligen Voltéro.

Bei der pferdegestützten Therapie ist nicht nur das Reiten, sondern auch die Beziehung zum Tier wichtig. Die Klientinnen und Klienten profitieren von einer Therapieform, welche - je nach Behinderung - das Körperbewusstsein, die Koordinationsfähigkeit sowie die psychische Befindlichkeit verbessert. Die Arbeit mit den Tieren wirkt sich positiv auf den Alltag und das Wohlbefinden aus und ist sehr beliebt. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL und das Team vom Reitstall Rathausen haben Voltéro bereits ins Herz geschlossen.

Medienmitteilung: Johann Schneider-Ammann zu Besuch im Reitstall Rathausen (PDF)
Bild: Johann Schneider-Ammann signiert Fotobücher

21. September 2019: Elternforum Zentralschweiz Eltern von Kinder mit Behinderung vernetzen sich

Zum ersten Mal fand am vergangenen Samstag in Luzern das Elternforum statt. Dieses richtet sich an Familien mit einem Kind mit einer Behinderung und Fachleuten. Dabei zeigten Familienangehörige auf, was es heisst in einer leistungsorientierten Gesellschaft anders zu sein. 

Rund 100 Gäste, darunter betroffene Eltern, Grosseltern, Fachleute und ein einziger Vertreter aus dem Kantonsrat trafen sich vergangenen Samstag zum 1. Elternforum in der Zentralschweiz im Hörsaal der Hochschule Luzern HSLU. An der Strasse gegenüber wurden derweil 20 Kinder mit einer Behinderung professionell betreut. So konnten möglichst beide Elternteile dem Elternforum beiwohnen.

In der Schweiz wenig geforscht 
Bereits im Impulsreferat von Natalie Zambrino über die Forschung der betroffenen Familien in Deutschland und der Schweiz kam zum Tragen, was die Familie über viele Jahre oder gar lebenslang stemmen muss. Die Belastung für sämtliche Angehörige ist stark erhöht. Im Kanton Luzern lebt die Mehrheit aller Kinder mit einer Behinderung zu Hause. Nur ungefähr 15% wohnen in einer Institution. Mütter leisten im Durchschnitt den grössten Anteil an Unterstützung und Pflege. Die Paarbeziehung der Eltern hat eine sehr grosse Bedeutung und ist zusätzlich mehr Konfliktpotential ausgesetzt. Die betroffenen Familien setzen den Fokus ihrer Aufmerksamkeit auf den innerfamiliären Bereich sowie die wichtigsten Angelegenheiten. Für Aussenkontakte fehlt oftmals die Zeit und Energie. Es sei zu vergleichen, als wenn die Gebrauchsanweisung für das Leben verloren gehe. 

Verschiedene Rollen in den betroffenen Familien
Moderatorin Regula Späni gelang es in der Podiumsdiskussion die verschiedenen Rollen von Mutter, Vater, Grossmutter, Bruder abzuholen und mit der Forschung zu verknüpfen. Schnell kam zum Tragen, dass in einer leistungsorientierten Gesellschaft, die Belastung mit einem Kind mit einer Beeinträchtigung enorm ist. Marisa Widmer, Mutter eines Jungen mit einer Mehrfachbehinderung sagte: „Es ist wichtig, aus dieser Ohnmacht heraus und wieder ins Handeln zu kommen. Kleinste Schritte sind notwendig für sich selbst, für die Partnerschaft und die ganze Familie“. Was vorher noch wichtig schien, gilt nicht mehr. Roman, Vater eines 12jährigen Mädchens mit dem Angelman Syndrom sagte dazu: „Wir haben Krisen in der Paarbeziehung, streiten uns jedoch nicht über banale Dinge, wie zum Beispiel die Farbe der Wandplatten in der Küche. Diese Dinge haben keine Relevanz mehr.“ Der Alltag mit drei Jungen mit ADHS ist für Mutter Priska Hunkeler nur gut machbar, weil sie auf dem Bauernhof Haus- und Feldarbeit gut aufteilen und der Vater dadurch täglich anwesend ist. „Mit dem Schuleintritt des ältesten Jungen fingen die Probleme an, beim dritten Sohn mit der Diagnose konnten wir bereits auf unsere Erfahrung bauen. Der vierte Sohn ist noch nicht durch die Abklärung gelaufen, zeigt aber klar auch die Tendenz zu ADHS.“ Das Mitttragen der ganzen Familie, des gesamten Umfeldes ist von grosser Bedeutung. So werden auch Grosseltern besonders gebraucht. Edith Ledergerber ist die Grossmutter von zwei Mädchen mit einer schweren Mehrfachbehinderung. Wenn sie und ihr Mann mit den beiden ins Restaurant gehen, werden sie schon mal komisch angeschaut und auch gefragt, warum diese beiden nicht sprechen, essen oder laufen können. Die Sorgen um ihren Sohn und ihre Schwiegertochter sei gross, aber auch die Hochachtung. So sagt sie: „Die beiden leisten Grosses und machen es super!“. Für Jaro Fiechter war seine Schwester mit dem Down Syndrom klar massgeblich, dass er sich zum Fachmann Betreuung ausbilden lies, nicht weil er musste, sondern weil er wollte. 

Abhängig von politischen Entscheiden
In der Diskussion mit den betroffenen Eltern und Fachleuten kamen sowohl heftige Emotionen, Schwierigkeiten und Widerstände wie zum Beispiel gegenüber Entscheiden der IV als auch positive Erfahrungen und Lösungsansätze zur Sprache. Immer wieder für die Bedürfnisse seines Kindes hin stehen zu müssen, hartnäckig zu sein gerade für Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, brauche eine enorme Kraft und Ausdauer. Auch über die Rolle der Politik wurde diskutiert. Kinder mit besonderen Betreuungsanforderungen in Regelschulen zu integrieren und gleichzeitig Sparpakete zu schnüren sei eine giftige Mischung für Betroffene. Der einzige anwesende Kantonsrat David Roth von der SP Luzern wurde damit konfrontiert. Er sagte dazu, mit einer gewissen Distanz an Zahlen zu schrauben und nicht hinzusehen, was das bei den betroffenen Familien konkret auslöst, sei einfach. Er wolle diese Familien ernst nehmen und sich für deren Anliegen in der Politik stark machen. 

Romantisierung von Behinderung in den Medien
Dass es immer wieder TV-Sendungen über Menschen mit einer Behinderung auch in der Schweiz gäbe, ist zwar positiv. Dennoch fällt auf, dass diese mehrheitlich über das eine Behindertenbild berichtet und die Sonnenseiten aufzeigen. Dadurch besteht die Gefahr, zu romantisieren, ein Kind mit einer Behinderung zu begleiten, sei oftmals nicht romantisch und nicht leicht. Da waren sich die Anwesenden einig. Der anwesende Youtube-Blogger Jahn Graf sagte klar, dass er nicht immer über seine Körperbehinderung reden wolle. Es gäbe noch so viel mehr zu sagen. 

Beim anschliessenden Apéro riche nutzten die anwesenden Eltern die Möglichkeit zum Austausch, vernetzten sich und formulierten, dass es einfach auch gut tue, zu sehen, dass man nicht alleine sei. Das Datum des zweiten Elternforums vom 19. September 2020 notierten sie sich bereits. Das neue Angebot sei wertvoll und wolle genützt werden. Das Elternforum wurde durch verschiedene Organisationen ins Leben gerufen und finanziell getragen.

Text: Nadja Stadelmann Limacher, Heilpädagogisches Kinderhaus Weidmatt
Bild: Podiumsdiskussion

12. Juni 2019: Dr. Lars Mohr neu im Stiftungsrat der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL

Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat Dr. Lars Mohr zum neuen Mitglied des Stiftungsrats der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL gewählt. Er ersetzt Albin Dietrich, welcher in seinen 15 Amtsjahren massgeblich zur positiven Weiterentwicklung der SSBL beigetragen hat.

Dr. Lars Mohr wird seine Aufgaben im Ausschuss Kernauftrag per sofort aufnehmen, um seine fachliche Kompetenz für Selbstbestimmung, Partizipation und Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohnern einzusetzen. Dr. Lars Mohr ist Sonderpädagoge und lebt seit 15 Jahren in der Schweiz. Seit 2006 lehrt er an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik in Zürich. Nach seinem Studium und der Promotion zum Dr. phil. (2010) an der Universität Landau (D) widmete er sich vertiefenden Weiterbildungen in heilpädagogischen Themenfeldern und in Hochschuldidaktik. Durch seine Mitarbeit in verschiedenen Gremien – unter anderem im «Netzwerk Menschen mit schwerer Behinderung Deutschschweiz» und im Beirat des «Internationalen Fördervereins Basale Stimulation» – kennt er sich im Sozialwesen bestens aus. 

Albin Dietrich war im Stiftungsrat der SSBL 2004 bis Juni 2019 Mitglied des Ausschusses Kernauftrag und prägte entscheidend das Projekt Balance 2020. Seine fachlichen Inputs wurden vom gesamten Stiftungsrat sehr geschätzt. Sowohl grundlegenden Fragen wie auch einzelne Herausforderungen ging er aktiv mit viel Herzblut an. Die SSBL dankt Albin Dietrich für seinen langjährigen Einsatz und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Medienmitteilung: SSBL Stiftungsratmitglied Dr. Lars Mohr (PDF)
Bild: Dr. Lars Mohr
 

14. Juni 2019: Heilpädagogisches Kinderhaus Weidmatt: Ein bewährtes Angebot mit neuem Namen

Seit 1952 finden Eltern von Kindern mit Behinderung Unterstützung und Entlastung im Heilpädagogischen Kinderhaus Weidmatt der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL. 

Viel zu früh geborene Kinder, später dann Kinder mit einer Beeinträchtigung – für sie war und ist das Kinderheim Weidmatt ein Ort der Geborgenheit. Das Wort «Kinderheim» löste bei den Eltern jedoch zunehmend grossen Widerstand aus: Wer will schon sein Kind in ein Kinderheim bringen? Zudem bietet die Weidmatt seit 2016 auch Tagesplätze sowie seit 2019 ambulante Physiotherapie für Kinder an. Auch nutzen immer mehr Familien das umfassende, professionelle Angebot kurzzeitig und profitieren so von Entlastung in schwierigen und anspruchsvollen Situationen. Die neue Bezeichnung «Heilpädagogisches Kinderhaus Weidmatt» ist zeitgemäss und passend für das liebevolle und hochprofessionelle Angebot.

Das Heilpädagogische Kinderhaus Weidmatt in Wolhusen betreut an 365 Tagen im Jahr Kinder mit mehrfachen, geistigen und/oder körperlichen Behinderungen oder mit chronischen Krankheiten. Es nimmt Kinder ab Geburt bis zur Einschulung auf. In den drei Wohngruppen hat es Platz für insgesamt 18 Kinder. Diese Plätze teilen sich über das Jahr hinweg zirka 40 Kinder.

Das Kinderhaus besteht seit dem Jahr 1952 und gehört seit 1985 zur Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL.

Medienmitteilung: Ein bewährtes Angebot mit neuem Namen (PDF)

8. Mai 2019: Geschenk-Übergabe von Johann Schneider-Ammann: Therapiepferd Voltéro

Johann Schneider-Ammann verschenkt Therapiepferd

Am 8. Mai schenkte Alt Bundesrat Johann Schneider-Ammann dem Reitstall Rathausen auf dem Gelände der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL den siebenjährigen Freiberger-Wallach Voltéro. Taufpate des Pferdes ist Ständerat Damian Müller, der seit über 20 Jahren stark mit dem Pferdesport verbunden ist. Voltéro wird künftig in der pferdegestützten Therapie für Menschen mit Behinderung eingesetzt.

Johann Schneider-Ammann erhielt anlässlich seiner Wahl in den Bundesrat 2012 am Marché-Concours in Saignelégier vom Freibergerzuchtverband und der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Jura ein Fohlen geschenkt. Inzwischen hat sich dieses zu einem kräftigen, ausdrucksstarken Pferd entwickelt. Da Freibergerpferde in der Therapiearbeit mit Menschen mit Behinderung geschätzt sind, wurde Voltéro im Hinblick auf eine solche Lebensaufgabe getestet. Dabei zeigte sich, dass er sehr menschenbezogen, aufmerksam und lernwillig ist - wichtige Qualitäten eines Therapiepferdes. Johann Schneider-Ammann entschloss sich, sein im nationalen Pferdezentrum Bern ausgebildetes Pferd dem Reitstall Rathausen zu schenken. Dieser Reitstall ist mit der «Qualitätsplakette für Therapieställe» von der Vereinigung Pferdegestützte Therapie Schweiz (PT-CH) ausgezeichnet. Der Wallach wird nun weiter gezielt ausgebildet, damit künftig Menschen mit Behinderung, insbesondere die vielen Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL, von einer Therapie mit dem Pferd profitieren können.

Medienmitteilung:

1. April 2019: SSBL eröffnet neuen Standort in Nebikon

Mitten in Nebikon, vis-à-vis des Cafés Wegere, eröffnet die SSBL ein neues Atelier für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Tagesbeschäftigte. Am Donnerstag, 28. März 2019, besuchten offizielle Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde, Nachbarinnen und Nachbarn sowie weitere Gäste das Atelier an einem Nachmittag der offenen Tür.

Christiane Tutte ist Leiterin verschiedener Standorte der SSBL (Institution 6) – neu auch des Standorts in Nebikon. Sie freut sich, dass für Bewohnerinnen und Bewohner der SSBL aus Schüpfheim, Wolhusen, Hergiswil, Knutwil, Pfaffnau und Reiden mit der Eröffnung in Nebikon nun ein weiteres Atelier zur Verfügung steht. In den mittlerweile 10 Ateliers führen Bewohnerinnen und Bewohner je nach Fähigkeiten und Fertigkeiten diverse Hand- und Werkarbeiten aus. Diese Ateliers geben Menschen mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung eine sinnvolle Beschäftigung, eine fixe Tagesstruktur, sie können Kontakte knüpfen und so am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Am Nachmittag der offenen Tür wurden die bekannten «SSBL-Zündbürdeli» in Handarbeit hergestellt. Selbstverständlich kann man diese selbstkreierten «SSBL-Zündbürdeli» nebst weiteren Produkten auch direkt vor Ort in diversen Packgrössen kaufen.

Der Direktor der SSBL, Pius Bernet, begrüsste die illustre Gästeschar bei Kaffee und Kuchen in Nebikon: «Wir wollen unseren Bewohnerinnen und Bewohnern aber auch den Tagesbeschäftigten etwas bieten. Das gehört zu unserem Auftrag, ist aber auch ein grosses Anliegen und eine Herzensangelegenheit». Mit der Eröffnung des Ateliers erweitert die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL ihr Einzugsgebiet auf 12 Standorte und bedankt sich herzlich bei der Gemeinde als Vermieterin. Damit ist die SSBL auch in Nebikon «z’mitts drin».

Medienmitteilung: SSBL eröffnet neuen Standort in Nebikon (PDF)

19. März 2019: Beat Amrein neu im Stiftungsrat der SSBL

Per 1. Januar 2019 hat der Regierungsrat des Kantons Luzern Beat Amrein zum neuen Stiftungsrat der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL gewählt. Er löst Thomas Hagmann ab, der nach sechsjähriger Amtszeit den Stiftungsrat verlassen hat.

Der neue Stiftungsrat Beat Amrein wird im Ressort «Marketing und Kommunikation» Einsitz nehmen. Beat Amrein ist seit 25 Jahren Gemeindeschreiber der Gemeinde Gisikon und in dieser Funktion auch Inhaber des Notariatspatents. Er hat ein Nachdiplomstudium für Non-Profit-Organisationen abgeschlossen und engagiert sich in verschiedensten Projekten in seiner Wohn- und Arbeitsgemeinde Gisikon. Als Vorstandsmitglied des Vereins insieme und Vater einer Tochter mit Trisomie 21 kennt er die Herausforderungen, die sich Betroffenen vor allem im Bereich Integration stellen: „Für mich ist wichtig, dass die SSBL immer stärker den inklusiven Gedanken umsetzen kann. «Z’mitt’s drin» ist dazu ein schönes Credo.

Thomas Hagmann engagierte sich von 2012 bis Ende 2018 im Stiftungsrat der SSBL. Der Coach und Organisationsberater hat sich nicht nur in seinem Ressort Personal stark für die SSBL eingesetzt, sondern mit grossem Engagement die Um- und Neustrukturierung vorwärtsgetrieben. Die SSBL dankt ihm für seinen langjährigen Einsatz und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Medienmitteilung: SSBL begrüsst ein neues Mitglied im Stiftungsrat (PDF)

18. Januar 2019: Prädikat Fachstelle UND

Die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL erhält das Qualitätslabel «Familie UND Beruf» für ihre laufenden Bemühungen für familienfreundliche Anstellungs- und Arbeitsbedingungen. Das Prädikat wurde am 18. Januar 2019 offiziell von Katrin Giger-D’Ignazio der Fachstelle UND den Verantwortlichen der SSBL übergeben.

Nach einem umfassenden Audit hat die Fachstelle UND der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL das Prädikat «Familie UND Beruf» übergeben. Dabei überprüfte die Fachstelle die personalpolitischen Grundsätze und Leistungen auf die Vereinbarkeit und Gleichstellung. Voraussetzung für dieses Prädikat sind zudem die Bemühungen, diese zielgerichtet zu optimieren, strukturell zu verankern und laufend weiterzuentwickeln. Mit der Übergabe des Prädikats startet zudem der Steuerungsprozess durch die Fachstelle, welche sicherstellen will, dass die SSBL weiterhin am Puls der Zeit bleibt. Das Prädikat muss alle drei Jahre erneuert werden.

«Wir sind sehr stolz, dass wir das Audit erfolgreich durchlaufen haben und dieses Prädikat entgegen-nehmen können. Es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und motiviert uns, weiterhin am Ball zu bleiben», meint Yvonne Schorno, Leiterin Personalmanagement der SSBL, während der Übergabe im Klostergebäude bei der SSBL in Rathausen.

Fachstelle UND
Die Fachstelle UND ist das führende Kompetenzzentrum in der Schweiz für die Umsetzung der Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit. Die Fachstelle richtet sich an Privatpersonen, Fachleute und Organisation und fördert die Vereinbarkeit auf der individuellen, betrieblichen und gesellschaftlichen Ebene. Seit 20 Jahren engagiert sich die Fachstelle für die tatsächliche Gleichstellung von Frau und Mann in der bezahlten und unbezahlten Arbeit.

Medienmitteilung: SSBL mit Prädikat „Familie UND Beruf“ ausgezeichnet (PDF)

10. September 2018: Vernissage zur Ausstellung in Rathausen

Eine volle Klosterkirche, gut gelaunte Gäste und glückliche Künstlerinnen und Künstler an der Vernissage zur Ausstellung «Von anderen Welt- und Weitsichten» in Rathausen: Die über 150 Kunstwerke auf Papier und Leinwand, in Ton und Holz von SSBL-BewohnerInnen und Künstler hpHunkeler laden noch bis zum 7. 10. zum Schauen, Staunen und Kaufen ein. Erste rote Kauf-Punkte sind bereits gesetzt.

40 Bewohnerinnen, Bewohner und Tagesbeschäftigte der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL zeigen seit Freitag zusammen mit dem Bauer und Künstler hpHunkeler in der Klosterkirche Rathausen am SSBL-Hauptsitz bei Emmen/Ebikon ihre künstlerischen Arbeiten. Mehr als 30 von ihnen waren am Freitagabend ebenso wie hpHunkeler an der feierlichen Vernissage in der Kirche mit feinem Apéro im Kreuzgang mit dabei. Besonders die SSBL-Künstlerinnen und -Künstler nahmen die Glückwünsche von SSBL-Direktor Pius Bernet und die Grussbotschaft von Erwin Roos aus dem Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons begeistert entgegen. Dazu gab es viel Applaus des zahlreich erschienenen Publikums und Bewunderungsbekundungen in persönlichen Begegnungen und Gesprächen.

Rote Punkte
Die Gäste liessen schon am ersten Abend den einen oder anderen roten Kauf-Punkt an Werke ihrer Wahl kleben. Der Reinerlös des Verkaufs fliesst teils in die Kassen der SSBL-Ateliers Malen, Papier und Ton wie in die Fonds zur Renovation des Innenraums der Klosterkirche samt der historischen Goll-Orgel auf der Empore. Die Empore dient derzeit auch als zweiter Ausstellungsraum. Laut SSBL besuchten schon am ersten Wochenende der Ausstellung viele Interessierte gezielt, aber auch zufällig auf Wanderschaft an der Reuss, das kleine Kunst-Mekka auf Zeit in der Klosterkirche.

Offene Kirche
Die Ausstellung «Von anderen Welt- und Weitsichten» ist bis Sonntag, 7.10. wie folgt geöffnet: Mittwoch/Donnerstag, 14-17 Uhr; Freitag, 14-20 Uhr, Samstag/Sonntag, 10 bis 17 Uhr. Zudem sind zwei ganz spezielle Konzerte und Gesprächsrunden angesagt:
> Am Sonntag, 16. September, 15 Uhr, lüften HORA-Gründer Michael Elber und Schauspieler Matthias Grandjean im 25. Jahr im Gespräch die ersten und letzten Geheimnisse des Theater HORA. Dazwischen rockt die HORA'BAND die Klosterkirche akustisch. Das Theater HORA aus Zürich ist das einzige professionelle Theater der Schweiz,
Medienmitteilung zur Kunst-Vernissage vom 7.7.2018 2 / 2
dessen Ensemblemitglieder alle eine IV-zertifizierte «geistige Behinderung» haben. Die Band wurde 2004 als unabhängiges HORA-Projekt gegründet.
> Am Samstag, 22. September, 16 Uhr, sprechen u.a. Schriftsteller Dominik Brun, Bauer und Künstler hpHunkeler, der blinde Pianist Hansburkard Meier (92) mit Bewohner und Bewohnerinnen und deren Arbeiten in den Ateliers Malen, Ton und Papier der SSBL über Kunst und Kreativität. Dazu sorgen die BigBand der Bewohnerinnen und Bewohner der SSBL und Bernhard Hörler an der Orgel für den passenden Sound.

Medienmitteilung: Die Kraft der Kunst in der Klosterkirche (PDF)

31. August 2018: Wechsel im Stiftungsrat der SSBL

Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat Karin Auf der Maur-Reichmuth per 1. September 2018 zur neuen Stiftungsrätin gewählt. Sie löst Cecile Bachmann ab, die per 31. August 2018 nach elfjähriger Tätigkeit aus dem Stiftungsrat ausscheiden wird.

Karin Auf der Maur-Reichmuth übernimmt als neue Stiftungsrätin von Cécile Bachmann das Ressort Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising. Auf der Maur hat Geschichte, Publizistik und Volkswirtschaft an der Universität Zürich studiert. Seit 2012 ist sie mit AdMind Public Relations beruflich selbständig in Luzern tätig. Karin Auf der Maur verfügt über breite Erfahrung und grosses Know how im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Fundraising. Sie ist vom Regierungsrat des Kantons Luzern für die restliche Amtsdauer bis 2019 gewählt worden.

Cécile Bachmann war von 2007 bis August 2018 Mitglied des Stiftungsrates der SSBL. Die Kommunikationsfachfrau hat sich nebst ihrem Ressort Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising mit grossem Engagement für die Weiterentwicklung der SSBL während einer intensiven Zeit der Um- und Neustrukturierung eingesetzt. Die SSBL dankt ihr für ihren langjährigen Einsatz und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute.

Medienmitteilung: Wechsel im Stiftungsrat der SSBL (PDF)

21. Dezember 2017: Pius Bernet wird neuer Direktor der SSBL

Der Stiftungsrat hat Pius Bernet zum neuen Direktor der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL ernannt. Am 1. Juli 2018 wird er die Stelle antreten.

Der Stiftungsrat der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL hat an seiner Sitzung vom 19. Dezember 2017 Pius Bernet zum neuen Direktor SSBL gewählt. Er tritt am 1. Juli 2018 die Stelle an.
Pius Bernet, Finanzfachmann im NPO-Bereich, ist 60-jährig und lebt mit seiner Frau und den vier erwachsenen Kindern in Egolzwil. Seit 2009 ist er Finanzchef der Schweizer Paraplegiker-Gruppe, eine der grössten NPO der Schweiz. Vor dieser Funktion war er viele Jahre im Profitbereich in leitender Funktion als Finanzchef tätig.

Pius Bernet verfügt dank seiner langjährigen Tätigkeit in leitender Stellung in grossen- und mittelgrossen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen über sehr gute Führungs- und Management-Erfahrung. Ausserdem hat er 2014 einen MBA in Non-Profit-Management erlangt und ist somit bestens gerüstet, um die SSBL als Organisation in die Zukunft zu führen.

Der Stiftungsrat ist überzeugt, mit Pius Bernet einen sehr qualifizierten neuen Direktor gefunden zu haben und freut sich auf die Zusammenarbeit.

Medienmitteilung: Pius Bernet wird neuer Direktor SSBL (PDF)

31. August 2017: Eröffnung des Rundgangs «Rathausen. Ein Ort erzählt seine Geschichte.»

Die Geschichte bleibt lebendig. In Rathausen wird ab dem 1. September 2017 auf dem Rundgang «Rathausen. Ein Ort erzählt seine Geschichte.» die über 750jährige Vergangenheit des Klosters bis zur Gegenwart gezeigt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In Zusammenarbeit mit dem Kanton Luzern hat die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL gemeinsam mit dem Institut für Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen der Pädagogischen Hochschule Luzern, die Bedeutung Rathausens als„Ort des Erinnerns“ gewürdigt und einen Rundgang erstellt, der in 30 Stationen an historischen Orten Zeitzeugnisse wach hält.

In den letzten Jahren wurde im Kanton Luzern die Vergangenheit der Heim- und Verdingkinder im 19. und 20. Jahrhundert aufgearbeitet. Rathausen als grösstes Kinderheim im Kanton nimmt darin mit seiner rund 100-jährigen Geschichte, die auch Schatten warf, einen wichtigen Platz ein. Es ist in den letzten Jahren neben anderen Heimen durch Berichte von ehemaligen Heimkindern über Gewalt und Übergriffe ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Der Kanton Luzern will diesen Erinnerungsort bewahren. Er hat deshalb die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL als heutige Eigentümerin und Betreiberin der Klosteranlage darin unterstützt, die Vorkommnisse in luzernischen Kinder- und Jugendheimen wachzuhalten. Die Pädagogische Hochschule Luzern mit dem Institut für Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen unter der Leitung von Dr. Sabine Jenzer und Prof. Dr. Markus Furrer hat den Auftrag dazu erhalten. Sie wurden durch ehemalige Heimbewohnerinnen und -bewohner und weitere Betroffene unterstützt sowie in einer Begleitgruppe durch das Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons Luzern, verschiedene kirchliche Kreise, wie die katholische Landeskirche Luzern oder die Schwestern des Klosters Ingenbohl sowie weitere staatliche Institutionen begleitet.

Erlebnisse und Geschichten werden wach
Anhand 30 Stationen an historischen Orten auf dem Areal Rathausen und im ehemaligen Kloster werden dem Publikum ab dem 1. September 2017 Einblicke in die vielfältige Nutzung der Anlage Rathausen im Laufe der Jahrhunderte gegeben. Hier lebten zunächst Klosterfrauen, danach angehende Lehrer, Soldaten der Bourbaki-Armee, Pockenkranke, Heimkinder und heute Menschen mit schweren Behinderungen. Viele Erlebnisse und Geschichten gibt es über ihre Zeit hier in Rathausen zu erzählen.

Rathausen als Zuhause für Menschen mit schwerer Behinderung
Die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL hat seit Mitte der 1980er Jahre den Hauptsitz in Rathausen. In 23 Wohngruppen leben über 180 Menschen mit teilweise schweren Behinderungen. Der Rundgang verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und er regt an über die heutige Soziale Arbeit nachzudenken. Besucher begegnen auf ihrem Rundgang den heutigen Bewohnerinnen und Bewohnern von Rathausen, die in eines der Ateliers im Klostergebäude gehen, im Café einkehren oder einen Spaziergang übers Areal machen. Rathausen ist ein Ort, der lebt – mit der Vergangenheit.

Medienmitteilung: Eröffnung Rundgang "Rathausen. Ein Ort erzählt seine Geschichte" (PDF)

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