Zum Inhalt der Seite springen
SSBL Logo

Sturzballett, ein starkes Stück: Armando Bay zwischen Bühne und Alltag

Im Fokus
© Christian Felber

Das Sturzballett, 2022 von Fanny Zihlmann und Daniel Korber gegründet, vereint Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten zu inklusivem Tanz-, Theater- und Musiktheater. Armando Bay, Künstler und Klient der SSBL, spielte dort in «Falling in Life» und zuletzt in «Das letzte Einhorn» mit und feiert seinen bisher grössten Erfolg. Im Gespräch zeigt er, wie Theater ihn zugleich befreit und erdet, und wie sich Proben, Auftritte und sein Alltag durch die Unterstützung der SSBL klug verzahnen.

 

Bühne, Balance und Selbstbestimmung

Armando entdeckte die Bühne schon als Jugendlicher: Eine kleine Nebenrolle in Eich entfachte die Lust, in neue Figuren zu schlüpfen und Geschichten mit Körper und Stimme zu erzählen. Seither wirkte er in mehreren Produktionen mit. «Falling in Life» war ein Meilenstein, «Das letzte Einhorn» sein jüngster Erfolg: «Die Stimmung, das Team, der Applaus. Das hat mir am Sturzballett immer sehr gefallen.»

Theater ist für ihn Ausgleich und Erdung. Proben, Textarbeit und Auftritte helfen, Gedanken zu sortieren und Spannung loszulassen: «Nach der Probe bin ich mehr bei mir selbst.» Disziplin und Verlässlichkeit gehören dazu – im Ensemble und im Alltag der SSBL. Durch die Förderung von Selbstbestimmung und Teilhabe, zentrale Ziele der SSBL-Strategie 2030, wird Armando als Klient auch im Wohn- und Arbeitssetting so begleitet, dass Probenzeiten, Ruhephasen und Alltagspflichten sinnvoll zusammenspielen: «Früh aufstehen heisst auch früh ins Bett. Sonst ist man nicht bei der Sache.»

 

«Die Stimmung, das Team, der Applaus. Das hat mir am Sturzballett immer sehr gefallen.»

Armando Bay, Bewohner Lindenberg 4

 

Kulturelle Teilhabe leben

Ein besonderes Andenken aus «Das letzte Einhorn» hängt heute in seinem Zimmer: ein grosses Skelett-Requisit. Für Armando ist es ein Symbol für Freude, Teamgeist und einen wichtigen Etappensieg. Dass er seinem künstlerischen Interesse so intensiv nachgehen kann, ist auch ein Ausdruck jener Haltung, die die SSBL prägt: kulturelle Teilhabe ermöglichen und Raum schaffen, damit Klientinnen und Klienten ihre Leidenschaften leben können, auch ausserhalb der Stiftung. Durch diese Begleitung gelingt es Armando, seinen Alltag auf der Wohngruppe so zu gestalten, dass Proben, Auftritte und Erholung im Gleichgewicht bleiben.

Sein Traum: eines Tages hauptberuflich als Schauspieler zu arbeiten. Er weiss, dass es Übung, Rollenarbeit und gutes Zeitmanagement braucht – und dass Termine mit seinem Leben in der SSBL abgestimmt werden müssen. «Bis jetzt liess sich das immer einrichten. Darüber bin ich froh.»

 

Rückenwind und Perspektive

Rückenwind erhält Armando aus dem Publikum und von seiner Mutter, die mehrfach im Saal sass: «Sie war sehr stolz». Solche Momente bedeuten ihm viel: Applaus, Anerkennung und das Gefühl, gesehen zu werden. Auch Kolleginnen und Kollegen aus der SSBL verfolgen seine Auftritte mit Interesse. Diese Rückmeldungen geben ihm Sicherheit und Motivation, seinen eigenen Weg weiterzugehen, auf der Bühne wie im Alltag.

Gleichzeitig bleibt die SSBL in ihrem Engagement beständig, wenn es um gesellschaftliche Teilhabe geht. Im Sinne der Strategie 2030 wird Armando weiterhin dabei unterstützt, seine künstlerischen Erfahrungen mit dem Alltag zu verbinden und in der Gesellschaft sichtbar zu bleiben. Armando, ein Mensch, der als Teil der Gesellschaft mitgestaltet und andere inspiriert.

Wie es für Armando weitergeht? 2026 startet das Sturzballett mit der Entwicklung eines neuen Stücks, Premiere ist für 2027 geplant (mehr Infos im untenstehenden Link). Bis dahin bleibt das Skelett als stiller Zeuge und Armando bleibt dran: Texte üben, Präsenz trainieren, Rhythmus halten. Schritt für Schritt, Rolle für Rolle.

 

mehr erfahren

 

Hier gehts zum PDF

Klangschalentherapie bei der SSBL: Begegnung über Klang, Berührung und Resonanz

Sya Oliveira besucht Klientinnen und Klienten der SSBL direkt auf ihren Wohngruppen und schafft mit Klangschalen, Stimme und achtsamer Berührung besondere Momente der Begegnung. Ihre Klangarbeit eröffnet einen Zugang über Hören, Spüren, Resonanz und stärkt Selbstbestimmung dort, wo Worte manchmal fehlen. 

Wir sind Europameisterinnen! Gold für Lisa Lötscher am Schweizer Nationalfeiertag

Ein historischer Erfolg für die Schweiz und für unsere SSBL-Botschafterin Lisa Lötscher. Mit diesem Triumph hat die Schweizer Equipe Geschichte geschrieben. Es ist die erste Goldmedaille an Europameisterschaften für die Schweiz in einem Frauen-Grossboot überhaupt.

SSBL setzt auf Elektromobilität und Solarstrom

Fünf neue Elektrofahrzeuge sind am Standort Rathausen bereits in Betrieb. Zusammen mit sechs Ladestationen und der Erweiterung der Photovoltaikanlage auf dem Haus Pilatus leistet die SSBL einen konkreten Beitrag zur CO₂-Minimierung.

Ein Sommertag voller Gemeinschaft, Engagement und strahlender Gesichter

Das Sommer-Grillfest im Bereich Wohnen Pflege wird noch lange in schöner Erinnerung bleiben. Geprägt von gelebter Gemeinschaft, herzlichem Miteinander und vielen fröhlichen Momenten zeigte der Anlass eindrücklich, wie aktiv und engagiert unsere Klientinnen und Klienten das Zusammenleben mitgestalten.

SSBL ist an der «Zebi» 2026

Die SSBL ist vom 5. bis 8. NOVEMBER 2026 an der Zentralschweizer Bildungsmesse «Zebi» in Halle 2 am Stand A2034 präsent. Mit 94 Ausbildungsplätzen und zehn Berufsrichtungen gehören wir zu den grössten Arbeitgeberinnen im Kanton Luzern.

Agogisches Rahmenkonzept: Wie die SSBL Selbstbestimmung im Alltag stärkt

Wie handeln wir im Alltag, damit Menschen mit Behinderung möglichst selbstbestimmt leben und teilhaben können? Mit dieser Frage setzen sich seit vergangenem Jahr alle rund 850 Mitarbeitenden der SSBL auseinander. In verpflichtenden Workshops lernen sie das agogische Rahmenkonzept kennen und übertragen es auf ihren eigenen Arbeitsalltag. 

Jährlicher Ausflug mit dem Harley Club Chapter Luzern: Ein besonderes Erlebnis für die SSBL

Seit 30 Jahren ermöglicht der Harley Club Chapter Lucerne Klientinnen und Klienten der SSBL einen besonderen Ausflug in den Sörenberg. Auch dieses Jahr waren rund 80 Personen bei der alljährlichen Spritztour dabei. 

Freiwilligenarbeit in der SSBL: Begegnungen, die verbinden

Seit über einem Jahr engagiert sich Reto im Freiwilligenpool der SSBL und besucht regelmässig Hyazintha, die im Titlis 2 in Rathausen lebt. Aus diesen Besuchen ist mit der Zeit eine vertrauensvolle Beziehung entstanden, die für beide Seiten bereichernd ist und zeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen im Alltag sein können.

KONTAKT | HAUPTSITZ

SSBL Stiftung für selbstbestimmtes und begleitetes Leben
Rathausen 2 | 6032 Emmen
T 041 269 35 00 |  

Seiten-Ende, nach oben springen