Während der LUGA-Woche durften wir bei der SSBL rund 30 Zivilschutzleistende der ZSO Emme begrüssen. An jeweils zwei Tagen nahmen sie sich bewusst Zeit für die Klientinnen und Klienten der SSBL: Sie spielten gemeinsam, kamen miteinander ins Gespräch, lachten zusammen und besuchten gemeinsam die LUGA.
Diese gemeinsamen Tage sind weit mehr als eine willkommene Abwechslung im Alltag. Sie schaffen Nähe, bauen Berührungsängste ab und ermöglichen ein gegenseitiges Kennenlernen in entspannter Atmosphäre. Gerade für die Zivilschutzleistenden ist dieser Austausch wertvoll. Denn in einem Ernstfall muss oft schnell gehandelt werden. Dann bleibt kaum Zeit, Vertrauen aufzubauen oder sich auf neue Menschen und Situationen einzustellen.
«In einem Notfall rücken wir aus und sind sofort zur Stelle. Dann bleibt oft keine Zeit, sich kennenzulernen. Deshalb sind diese Tage sehr wertvoll.», sagt einer der Zivilschützer.
Auch die Klientinnen und Klienten genossen die besondere Aufmerksamkeit der Herren in Grün-Orange sichtlich. Beim Spielen wurde konzentriert gewürfelt, überlegt, gejubelt und natürlich mit viel Freude gewonnen. Besonders schön war zu sehen, wie schnell aus anfänglicher Zurückhaltung ein herzliches Miteinander wurde.
Für heitere Momente sorgte auch Y. B., die ihrem Spielgegner nach einem verdienten Sieg lachend die Hand reichte und meinte: «Bis zum nächsten Mal musst du schon noch ein bisschen üben.» Der würdige Verlierer nahm die Niederlage mit Fassung und mit einem Schmunzeln.
Das Highlight der beiden Tage folgte jeweils am Nachmittag: Die Fahrer des Zivilschutzes standen pünktlich bereit und übernahmen den Transfer auf die Luzerner Allmend. Rund 50 Klientinnen und Klienten konnten so, begleitet von Fachpersonen sowie Zivilschutzleistenden, die LUGA besuchen. Dort wurde fleissig degustiert, es wurden Autogrammkarten des FCL gesammelt, Wettbewerbe ausprobiert und viele Eindrücke mitgenommen. Sogar die Achterbahn im Lunapark stand für einige auf dem Programm.
Jeweils drei Zivilschutzleistende blieben in Rathausen und erhielten einen Einblick in den Atelierbetrieb. Sie konnten aktiv mitbegleiten und berichteten begeistert von dieser Erfahrung.
«Es war spannend und eindrücklich zu sehen, was hier täglich geleistet wird.», sagt einer der Zivilschützer nach dem Atelierbesuch.
Die Zusammenarbeit mit der ZSO Emme zeigt auf schöne Weise, wie wichtig Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung sind. Sie fördern Verständnis, stärken das Vertrauen und machen Teilhabe im Alltag konkret erlebbar. Gleichzeitig profitieren beide Seiten: Die Klientinnen und Klienten erleben neue Kontakte und gemeinsame Aktivitäten, die Zivilschutzleistenden gewinnen Sicherheit im Umgang und wertvolle Einblicke in die Lebenswelt von Menschen mit Behinderung.
Auch Tele 1 berichtete über den Einsatz der Zivilschutzleistenden an der LUGA und zeigte, wie bereichernd solche Begleitungen sein können.
Zum Beitrag von Tele 1
Wir danken der ZSO Emme herzlich für ihren engagierten Einsatz, die wertvollen Begegnungen und die bereichernde Unterstützung. Eine Wiederholung im Jahr 2027 wird bereits geprüft.