SSBL Café Rathausen, belebter Aussenbereich | © copyright by jutta vogel

Der Wandel findet mit uns statt

Gegenwärtige Entwicklungen fordern Flexibilität, Anpassung und Neuausrichtung – auch von der SSBL. Nach über 50 Jahren gelebte Humanität ist es Zeit für Weiterentwicklung – verankert in der Strategie 2030.

Menschen mit Behinderung sind nicht nur Bewohnerinnen und Bewohner mit Anspruch auf eine qualitativ hochwertige Begleitung und Betreuung; sie sind gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft. Basierend auf der UNO-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) sowie dem kantonalen Leitbild «Leben mit Behinderungen» wurde in einem mehrjährigen Prozess die Strategie 2030 entwickelt.

Downloads

Strategie 2030
gültig ab 1. Januar 2023

Mission & Leitbild

Herausforderungen verlangen Visionen, Ziele und Massnahmen

Bei der Strategieentwicklung für die nächsten vier bis fünf Jahre haben Angehörigenorganisationen, soziale Institutionen des Kantons (Bereich Wohnheime, Werkstätten und Tagesstätten für erwachsene Menschen mit Behinderungen), Professoren aus der Lehre Soziale Arbeit, die Dienststelle Soziales und Gesellschaft DISG sowie Kadermitarbeitende der SSBL mitgewirkt.

Für die Umsetzung der formulierten Mission «Wir ermöglichen Menschen mit Behinderung Teilhabe in der Gesellschaft und fordern ihre Wahlfreiheit und Selbstbestimmung durch vielseitige und flexible Angebote in allen Lebensbereichen» braucht es Engagement, Mut und Flexibilität, neue Betreuungs- und Begleitungsangebote unter Einbezug der sozialpädagogischen und technologischen Entwicklungen anzubieten. Ganz besonderen Wert legen wir dabei auf den kontinuierlichen Einbezug der von uns begleiteten Menschen. Unterstützt wird unsere Mission durch ein weiterentwickeltes Leitbild. Auch die Organisation wurde bereits optimiert: Flachere Hierarchien und schlanke Schnittstellen sorgen für höhere Handlungsspielräume und ein Maximum an Fachlichkeit. Die aufgrund der Effizienzverbesserung eingesparten Mittel können für neue Angebotsentwicklungen eingesetzt werden.

Die Strategie 2030 ist unser Wegweiser, um Weichen neu zu stellen, innovative Konzepte zu entwickeln und Strukturen sowie Prozesse laufend an die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten anzupassen. Danke, dass Sie uns bei diesem wichtigen Wandel begleiten!


SSBL mit neuem Namen

Während des Strategieprozesses wurde auch der – im heutigen Sprachverständnis wertende resp. stigmatisierende – Name kritisch hinterfragt. Die vier Buchstaben SSBL sind ein Begriff – seit über 50 Jahren. Deshalb wurde diese markante Identifikation beibehalten.

Alt:
Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL

Neu:
SSBL Stiftung für selbstbestimmtes und begleitetes Leben

Der neue Name ist Bekenntnis und Versprechen zugleich: Die SSBL steht für Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Auszug der Reaktion von Regierungsratspräsident Guido Graf

Viele Menschen mit Behinderungen leben und arbeiten seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten in der SSBL. Es ist ihr zu Hause. Sie haben vielfältige Erlebnisse und Erinnerungen im Rucksack, welche auch mit dem Namen verbunden sind. Das Festhalten am Bekannten stiftet nicht zuletzt viel Orientierung und Identität für genau diese Menschen.

Das kantonale Leitbild «Leben mit Behinderungen» ist das Ergebnis eines breit getragenen Dialogs. Alle im Kanton Luzern lebenden Menschen mit Behinderungen nehmen selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teil und gestalten die Gesellschaft mit. Die chancengerechte Teilnahme und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen als selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Mitglieder der Gesellschaft werden anerkannt und gefördert.

Der Stiftungsrat der SSBL hat mit der neuen Namensgebung ein Leitmotiv der UNO-Behindertenrechtskonvention sowie dem kantonalen Leitbild – die Befähigung zur Selbstbestimmung – aufgegriffen. Dem Kanton ist es ein grosses Anliegen, dass auch Menschen mit komplexen Behinderungen bei diesem gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Selbstbestimmung mit ihren spezifischen Bedürfnissen genügend Beachtung finden. Die SSBL kann als Wissensträgerin in der Betreuung und Pflege von Menschen mit schwerer und/oder Mehrfachbehinderung in den kommenden Jahren die Teilhabe- und Mitbestimmungsmöglichkeiten dieser Zielgruppe gezielt fördern und erweitern.

Guido Graf
Regierungspräsident