
- Torsten Töllner (l.) überreicht SSBL-Direktor Rolf Maegli den Check.
Januar 2012
Ein Kriminalroman
für die Integration
Schwerbehinderter
Den Verkaufserlös seines Buches «Leiser Tod in Luzern» spendet der Autor Torsten Töllner der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL. Eine Gruppe Schwerbehinderter kann dank dieser Spende Ferien machen. Der Autor setzt sein Projekt mit einem weiteren Krimi fort.
Der in Luzern lebende Philosoph, Geschäftsführer und Buchautor Torsten Töllner hat mit «Leiser Tod in Luzern» ein spannendes Buch geschrieben. Der Kriminalroman spielt im Jahre 1894 und ist mit zahlreichen historischen Informationen über Luzern und die Zentralschweiz im ausgehenden 19. Jahrhundert ausgeschmückt sowie mit alten Illustrationen versehen.
Ein nachhaltiges Projekt
Das Buch ist jedoch nicht nur interessant zu lesen, sondern auch ein nicht alltägliches und nachhaltiges Projekt: Torsten Töllner wollte etwas zum Nutzen der Gesellschaft schaffen. Innert kurzer Zeit schrieb er den Roman nieder und fragte verschiedene Unternehmen um Spenden an, so dass Druck und Layout des Buches letztlich finanziert werden konnten. Gefertigt wurde es in einer Behindertenwerkstatt, zudem wurde es klimaneutral produziert. Für den Vertrieb erhielt der Autor die Unterstützung des Buchhauses Stocker, in dessen Läden in Luzern und Stans der Kriminalroman verkauft wurde.
Engagement für die Integration
Innert nur sieben Wochen war die auf 500 Exemplare limitierte Auflage ausverkauft. Torsten Töllner verzichtete auf ein Honorar und spendete den Verkaufserlös vollumfänglich der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL. «Jeder Einzelne ist für die Entwicklung der Gesellschaft bedeutsam und verantwortlich», so Torsten Töllner zu seinen Beweggründen. «Eine lebendige, soziale und demokratische Gesellschaft lebt von dem Respekt der Menschen untereinander und der Kraft der Integration. Daher liegt es mir am Herzen, gerade diejenigen einzubinden, die häufig am Rande stehen.» Der Erfolg dieses Projekts gibt ihm Recht – und lässt auf Nachahmer hoffen.
Spende für Ferien Schwerbehinderter
Mitte Januar 2012 durfte Rolf Maegli, Direktor der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL, in der Buchhandlung Stocker in Luzern die Spende in der Höhe von 4000 Franken entgegennehmen. Sein Dank galt Torsten Töllner für sein grosses Engagement, dem Buchhaus Stocker für dessen Unterstützung sowie den Leserinnen und Lesern, die den Krimi gekauft hatten und damit diesen Beitrag ermöglichten. Der Spendenbetrag wird wie mit dem Autor vereinbart für Ferien einer Gruppe Schwerbehinderter der SSBL eingesetzt.
Neues Projekt geplant
Torsten Töllner verfolgt sein Projekt weiter und hat bereits sein nächstes Werk geschrieben. Der Kriminalroman «Kalter Abschied in Luzern» wird im Frühling in die Buchhandlung Stocker in Luzern kommen. Der Gewinn aus diesem Buchverkauf soll an das Heilpädagogische Kinderheim Weidmatt in Wolhusen gehen.
Zum Buch: Ein Mädchen wird an einem Weiher in Wolfenschiessen tot aufgefunden. Der ermittelnde Polizist Otto Rosenmund bittet den Freund und Psychologen Georges Vischer um Hilfe. Weitere Morde geschehen und Vischer bringt sich bei den Nachforschungen selbst in Lebensgefahr. Die Auseinandersetzung mit den psychologischen Aspekten, die Frage nach den Ursachen und Motiven für die Taten führen letztlich zur Aufklärung der Mordserie.



