Dienstag, 9. Juni 2010
Innovative Übergangslösung: SSBL bezieht Wohnpavillon in Blochwil/Menznau
Da der Mietvertrag in Willisau Ende Jahr ausläuft und der Standort nicht mehr den Bedürfnissen entsprach, suchte die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL in der Region nach einer Alternative für die Wohngruppe Wechslerhus. Mit einem Wohnpavillon neben der seit Jahren in Blochwil/Menznau ansässigen Wohngruppe kann man nun viele Synergien nutzen.
Das Gebäude ist sehr zweckmässig eingerichtet und erfüllt die heutigen Anforderungen an Pflege und Betreuung von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung optimal. Alle Räume sind ebenerdig und so grosszügig angelegt, dass auch Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer frei zirkulieren können. Die acht Räume für die Bewohnergruppe sind alle als Einzelzimmer mit Lavabos angelegt. Es steht ein spezielles Pflegebad zur Verfügung sowie ein Essraum mit Küche und ein Wohnraum. Die ganze Einrichtung ist hell, modern und freundlich. Auch die Mitarbeitenden haben verbesserte Arbeitsbedingungen durch eigene Büroräumlichkeiten und ein Pikettzimmer mit Nasszelle.
Übergangslösung vorgezogen
Die Anforderungen an Begleitung, Betreuung und Pflege wachsen ständig, das Budget ist mehr oder weniger konstant. Die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL ist daran, Lösungen für diese Situation zu suchen, doch wollte man nichts übers Knie brechen. Die Idee mit dem Pavillon entstand durch die Tatsache, dass Spitaler und Altersheime bei Um- und Neubauten häufig auf diese Variante zurückgreifen. Wohnpavillons bieten heute ein sehr gutes Wohnklima. Raumeinteilung und Ausgestaltung können so auf die Bewohnerinnen und Bewohner angepasst werden, dass eine gute Wohnqualität gewährleistet ist. Zudem können nun mit der bereits in Blochwil ansässigen, sechsköpfigen Wohngruppe Kosten für Nachtpikett, Verpflegung, Führung und Transporte besser verteilt und so viele Synergien genutzt werden.
Offenheit in Menznau
Behörden und Bevölkerung in Menznau - insbesondere die direkten Nachbarn - zeigten sich gegenüber der neuen Institution sehr offen. Die Baugenehmigung wurde problemlos erteilt.
Die SSBL dankt der Gemeinde Menznau, den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie allen am Umzug Beteiligten ganz herzlich für die Unterstützung!
Stefanie Meier
Kommunikation/PR
Freitag, 7. Mai 2010
Die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL ist tief betroffen über die jüngsten Meldungen rund um das ehemalige Erziehungsheim Rathausen
Mit Betroffenheit hat die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL die jüngsten Meldungen rund um das ehemalige Erziehungsheim Rathausen zur Kenntnis genommen. Die SSBL ist schockiert über die zwei Todesfälle, die sich offenbar in den 30er Jahren dort ereignet hatten und begrüsst eine lückenlose Aufklärung durch neutrale Stellen.
Die jüngsten Missbrauchsfälle im ehemaligen Erziehungsheims Rathausen, die am 2. Mai durch die Medien publik gemacht wurden, schockieren die SSBL ganz besonders. Gemäss einem Zeitungsbericht sollen in den 30er Jahren zwei Kinder aufgrund von Misshandlungen durch eine Ingenbohler Ordensschwester umgekommen sein.
Vorfälle rund um das ehemalige „Kinderdörfli“ machen uns betroffen und wir setzten uns aktiv für die Aufarbeitung dieser Phase in der Geschichte von Rathausen ein: Im August 2009 wurde am sogenannten «Rathauser Fest» auf Initiative der katholischen Landeskirche ein Apfelbaum zum Gedenken an das Schicksal von Heim- und Verdingkindern gepflanzt. Dieses «Denk-Mal» sollte ein Zeichen der Entschuldigung und Versöhnung setzen für das Unrecht, das Verding- und Heimkinder in Rathausen und in anderen von Kirche und Staat gemeinsam geführten Institutionen erdulden mussten. Die SSBL stellte das Land zur Verfügung und sprach sich bereits damals gegen das Schweigen angesichts des Geschehenen aus.
Die SSBL, welche die Gebäude des ehemaligen Kinderheims 1990 übernahm, steht diesen Ereignissen keineswegs gleichgültig gegenüber. Sie möchte auf diesem Weg allen Betroffenen ihr Mitgefühl ausdrücken. Sie wird sich mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für eine Klärung des damals Geschehenen durch neutrale Stellen einsetzen
Auskünfte erteilt:
Dani Hohler, Direktor SSBL a.i., Tel. 041 269 35 08, E-Mail dani.hohler@ssbl.ch
Montag, 26. April 2010
Schwitzen für eine gute Sache
Im Rahmen des 33. Luzerner Stadtlaufs nahmen auch Mitarbeitende der SSBL am Samstag 24. April 2010 am Solidaritätslauf für die Kinderspitex Zentralschweiz teil.
Wie jedes Jahr ging der Erlös des im Rahmen des Luzerner Stadtlaufs durchgeführten Solidaritätslaufs an eine gemeinnützige Organisation - diesmal an die Kinderspitex Zentralschweiz. 2005 hatte die SSBL die Startgelder in der Höhe von 14’500 Franken erhalten. Dieses Jahr nun rannten zwölf SSBL-Mitarbeitende samt Nachwuchs für die Kinderspitex Zentralschweiz. Gestartet wurde der Lauf von Nationalrätin Ida Glanzmann-Hunkeler. Die Strecke vom Theater- über die Reussbrücke bis zum Kapellplatz war gut zu bewältigen. Das prächtige Wetter kurbelte allerdings den Genuss von Tranksamen aller Art sowie den Verbrauch an Sonnenschutzcrème an…
Natürlich war der Solidaritätslauf auch eine gute Gelegenheit für die Pflege von Kontakten. Unterstützt wurde diese durch den von Kurt und Claudia Brun bereit gestellten Apéro an malerischer Kulisse an der Reuss. Angestossen auf den erfolgreichen Solidaritätslauf haben neben den teilnehmenden SSBL-Mitarbeitenden auch die Geschäftsleiterin von Pro Infirmis Luzern, Ob- und Nidwalden Martina Bosshart sowie Regierungsrat Guido Graf und Luzerns Stadtpräsident Urs W. Studer.
Das Engagement der SSBL sowie der übrigen Teilnehmenden am Solidaritätslauf zahlte sich aus: Mehr als 15’000 Franken konnten so der Kinderspitex Zentralschweiz übergeben werden.

- (Bild Zisch/NLZ) OK-Präsident Erwin Bachmann bei letzten Startanweisungen. Im Hintergrund der Luzerner Sozialdirektor Guido Graf im Gespräch mit SSBL-Direktor a.i. Dani Hohler.

- (Bild Zisch/NLZ) CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann gibt den Startschuss für den Solidaritätslauf 2010.









