Kinderheim Weidmatt (Wolhusen)

Jahresbericht 2011
Jahresbericht 2009/2010

Konzept Heilpäd. Kinderheim Weidmatt

Eröffnungsfeier 19.04.2008

Artikel Entlebucher Anzeiger

Das Heilpädagogische Kinderheim Weidmatt in Wolhusen ist eine Institution, die von den Geschwistern Leberer 1952 privat ins Leben gerufen wurde. In den ersten Jahrzehnten wurde die Weidmatt auf privater Basis als Kinderpflegeheim geführt.  In den mehr als 50 Jahren fanden immer wieder Kinder mit oftmals schweren Beeinträchtigungen Aufnahme und wurden während den Aufenthalten intensiv gefördert, gepflegt und betreut. Die Eltern erfuhren in diesen Zeiten wichtige Unterstützung in ihrer erschwerten Erziehungsaufgabe und auch eine zeitweilige Entlastung. Das Chalet Weidmatt, das in den ersten Jahren den Geschwistern Leberer auch als Wohnhaus diente, wurde entsprechend den finanziellen Möglichkeiten an die nötigsten Bedürfnisse der Kinder angepasst und erweitert.

80iger Jahre: in die SSBL integriert und erster Umbau
Nach der Übernahme der Trägerschaft 1985 durch die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL konnte 1989 ein Umbau realisiert werden. Der Einbau eines Liftes, die Installation eines Pflegebades, eine angepasste Küche usw. brachten für Kinder und Mitarbeiter/innen Erleichterung. Die letzten Jahre aber zeigten, dass die Weidmatt durch die Zunahme von schwerstbehinderten Kindern räumlich aus allen Nähten platzt. Durch den Kauf einer Nachbarliegenschaft entstand die einmalige Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe einen Ergänzungsbau zu planen. Dies bedeutet wichtige Angebote im Förderbereich der Kinder, erweiterte Unterstützung für die Eltern und deutliche Arbeitsplatzverbesserungen für die Mitarbeiter/innen. Der Neubau konnte im Frühling 2008 bezogen werden.

Neubau / zweiter Umbau
Die Anregung des Bundesamtes für Sozialversicherung und des Bundesamtes für Bauten, eine klare Trennung zwischen Wohnen und Pflege einerseits sowie Therapie / Förderung / Lernangebote andererseits zu machen, führte dazu, gleichzeitig auch den entsprechenden Umbau des Chalet Weidmatt zu realisieren. Mit fortschreitender Planung zeichnete es sich ab, dass die Kosten für den dringend notwendigen Ergänzungsbau und Umbau des Chalets auf 5 Millionen (inkl. Landkauf) anstiegen. Die zuständigen Behörden des Kantons anerkannten diese Notwendigkeit, sahen aber keine Möglichkeit zur Mitfinanzierung. Die Realisierung des Bauvorhabens konnte also nur unter Einsatz von Eigenmitteln erfolgen.

Leistungsangebot
Im Heilpädagogischen Kinderheim werden Kinder mit schweren Behinderungen vom Säuglingsalter bis zur Einschulung, während des ganzen Jahres aufgenommen. In Einzelsituationen kann das Kind in Absprache mit den kantonalen Stellen auch die Sonderschule in der Weidmatt besuchen. Das Heim bietet allen Kindern ohne Einschränkung bezüglich Behinderungsart oder Behinderungsgrad seine Dienstleistungen an. Meistens handelt es sich um Kinder mit mehrfacher, geistig und/oder körperlicher Behinderung oftmals mit zusätzlichen Beeinträchtigungen des Sehens, Hörens und/oder solchen mit chronischen Krankheiten wie Epilepsie, Herzfehler, etc.
Das Angebot umfasst Jahres-und Kurzaufenthalte. Die "Weidmatt" ist aber auch ein SOS-Heim in Notsituationen.
Den Bedürfnissen der Kinder entsprechend und in Berücksichtigung der Schwere der Behinderung erfahren sie während des Aufenthaltes eine konstante Betreuung durch eine Bezugsperson, die ihnen dadurch Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. Durch die in den Tagesablauf integrierte medizinisch-pflegerische Betreuung und die gezielte pädagogische Entwicklungsförderung wird das Kind individuell an seine Lernmöglichkeiten herangeführt.
Angemeldet werden die Kinder durch Eltern, Früherzieherinnen/Früherzieher, Ärztinnen/Ärzte, Sonderschulinspektorate, Sozialdienste usw. Finanziert wird der Betrieb Weidmatt durch den Kanton und die Gemeinden (auf Basis des Gesetzes über Soziale Einrichtungen SEG), die Eltern, aber auch durch Spenden von Einzelpersonen sowie Unterstützung von Elternvereinigungen, Stiftungen usw.

Institutionen der SSBL